Bildung ist ein fortlaufender Veränderungsprozess.

15.06.2014

Dass wir gebildete Menschen brauchen, bestreitet niemand. Über das Was und das Wie lässt sich herrlich streiten. Dabei sprechen wir ganz ungeniert von Schulbildung, von Berufsbildung, vom Bildungswesen und so weiter. Gerade jetzt beschäftigt der Lehrplan 21. Der Bund macht Druck. Die kantonale Souveränität soll eingegrenzt werden. Das Mittel ist der verbindliche Lehrplan 21. Dieser Lehrplan orientiert sich an einem Kompetenzenmodell. In allen schulischen Disziplinen werden überprüfbare Kompetenzen definiert. Schliesslich wollen wir alle kompetent sein. An diesem Anspruch entfacht sich nun Kritik. Dabei geht es nicht nur um Sexualunterricht, vielmehr stellt sich die Frage, wessen Kind dieser Anspruch ist. Werden nun auch die Inhalte ökonomisiert? Zweitens bestehen Zweifel über die Messbarkeit von Bildungsinhalten. Meine Erfahrung ist, dass sich schulische Arbeit kaum im Messbaren erschöpft, aber auch, dass das Messen des Messbaren keine Sünde ist. Die gebildeten Geister sind aufgefordert, das Tun der Bildungsplaner kritisch zu begleiten, damit die versprochenen Früchte geerntet werden können.
Willi Eugster

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